Internationale Männergesundheitswoche

14.-20. Juni 2021

Warum beziehen wir internationale und nationale Aktionstage in die Männergesundheitswoche ein?

Aktionstage lenken unsere Aufmerksamkeit auf Themen wie Klimaschutz, Naturschutz, unsere Umwelt, unsere Gesundheit und sollen eine nachhaltige Wirkung ausüben. Sie sind keine gesetzlichen Feiertage und werden in Deutschland in einem Jahreskalender veröffentlicht. Sie enthalten internationale und nationale Aktionstage.

Je mehr Menschen sich an Aktionstagen beteiligen, umso stärker ist das Signal, sich für die Verbesserung von Umwelt und dem Miteinander-Leben im Land einzusetzen.

Während der Männergesundheitswoche 2021 haben wir Aktionstage für jeden der sieben Tage aus dem Jahreskalender ausgewählt, die einen besonderen Bezug zur Männergesundheit haben und auch der Prävention und Gesundheitsförderung dienen.

Montag, 14. Juni +++ Spende Blut - rette Leben!

Weltblutspendertag

Weltblutspendertag

Der Weltblutspendertag wurde im Jahr 2004 zu Ehren Karl Landsteiners ins Leben gerufen und macht seitdem jährlich am 14. Juni auf die Bedeutung der Blutspende aufmerksam.

Karl Landsteiner (geboren am 14. Juni 1868) verdanken wir die Typisierung der Blutgruppen. Er wurde 1930 für seine großartige Entdeckung mit dem Nobelpreis geehrt.

Zum Internationalen Blutspendertag rufen die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA), das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und andere Blutspendedienste dazu auf, Blut zu spenden, weil der Bedarf größer ist als das Spenden-Aufkommen.

Nach Schätzung des DRK werden allein in Deutschland täglich ca. 15.000 Blutspenden für die Versorgung von Patientinnen und Patienten benötigt. In der Corona-Epidemie ist der Bedarf an Blutkonserven weiter angestiegen.

Um den Bedarf an Spenden zu decken, ist es daher wichtig, dass möglichst viele Spenderinnen und Spender regelmäßig bereit sind, Blut zu spenden.

In Deutschland werden pro Jahr durchschnittlich 18,5 Millionen Bluteinheiten gespendet. Zweidrittel der Spender sind in Deutschland Männer. In einer Studie gaben 52 % der Männer und 43 % der Frauen in Deutschland an, schon einmal Blut gespendet zu haben. Aber nur ein Teil von ihnen spendet regelmäßig Blut.

In Deutschland sind Patienten und Patientinnen jeden Tag auf Blutspenden angewiesen.

Jeder Blutspender trägt dazu bei, die Versorgung von Patienten und Patientinnen zu gewährleisten und Menschenleben zu retten.  

Die Stiftung Männergesundheit möchte sich dem Aufruf anschließen und an die Männer appellieren, Blut zu spenden oder neuer Spender zu werden!

Blutspenden sind in Unikliniken, in vielen Krankenhäusern, bei Blutspendediensten des DRK oder bei kommunalen und privaten Blutspendezentren möglich. Ausführliche Informationen rund um das Thema Blutspende stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unter www.blutspenden.de zu Verfügung.

Dienstag, 15. Juni +++ Heute schon gelächelt?

Tag der Macht des Lächelns

Tag der Macht des Lächelns

In vielen Ländern der Welt wird jährlich ein „National Smile Power Day“, ein „Lass-uns-lachen-Tag“ gefeiert, um sich der Macht des Lächelns bewusst zu werden.

Lächeln ist ein Gesichtsausdruck, der positive Emotionen auf uns überträgt.

Es ist ein Signal, das Freude und guten Willen ausrückt und ein Türöffner für menschliche Kontakte darstellt.

Zusätzlich ist Lächeln gesund, es verringert körperliche und seelische Schmerzen, steigert das körperliche Wohlempfinden und bremst die Produktion von Stresshormonen.

Ein herzhaftes Lachen lockert die Muskeln, setzt Glückshormone frei und löst angestaute Emotionen.

Und das Schönste: Lächeln ist ansteckend!

Wenn Sie also jemanden aufmuntern möchten oder einer Person eine Freude bereiten wollen, versuchen Sie es mit einem Lächeln.

In den meisten Fällen klappt es!

Falls Ihre eigene Mine sich mal nicht aufhellen möchte, versuchen Sie es mit ein paar Hilfsmitteln:

Schalten Sie Ihre Lieblingsmusik ein, schauen Sie sich ein lustiges Video an oder lassen Sie sich einen Witz erzählen – bestimmt gelingt Ihnen jetzt ein ansteckendes Lächeln!

Der heutige Tag soll uns in eine positive Grundstimmung versetzen.
Begegnen Sie Ihren Mitmenschen mit einem freundlichen Lächeln.

Wenn Ihnen zum Beispiel ein anderer Autofahrer die Vorfahrt nimmt, dann ärgern Sie sich nicht, sondern lächeln Sie den Falschfahrer an und zeigen Sie Verständnis für dessen Unaufmerksamkeit. Sie ersparen sich beiden viel Ärger!

Mittwoch, 16. Juni +++ Machen auch Sie den Verkehr sicherer!

Verkehrssicherheit

Tag der Verkehrssicherheit

Der Tag der Verkehrssicherheit wurde im Jahr 2005 vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) ins Leben gerufen.

Im Rahmen des Aktionstages ruft der DVR Organisationen, Unternehmen und Einrichtungen dazu auf, Verkehrsteilnehmer über Verkehrssicherheit zu informieren. Zentrale Themen sind hier zum Beispiel: „Alkohol am Steuer“, „Nichtanlegen des Sicherheitsgurts“ oder „überhöhte Geschwindigkeit“.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes dominieren die Männer die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Personen: 2014 waren 54 % der Leichtverletzten, 61 % der Schwerverletzten und 74 % der Getöteten männlich.

Gemessen an ihrer Bevölkerungszahl ist das Risiko der Frauen, bei der Verkehrsteilnahme zu verunglücken, deutlich geringer als das der Männer.            

Aus der Abbildung geht hervor, dass Männer insbesondere durch nicht angepasste Geschwindigkeit, durch Alkohol am Steuer und unzureichenden Abstand deutlich Unfälle mit Personenschaden auslösen als Frauen.

Diagramm

Quelle: ©Statistisches Bundesamt. Destatis. Verkehrsunfälle 2020.  Abb. 5

Unfallforscher kennen hierbei zwei Risikogruppen am Steuer: junge Fahranfänger und ältere Menschen. Aus diesem Grund empfehlen auch wir, die Stiftung Männergesundheit, einen verpflichtenden Test für ältere Autofahrer, um die Fahrtauglichkeit im Alter sicherzustellen.

2.719 verkehrstote Personen im Jahr 2020 und 327.453 verletzte Personen im Straßenverkehr sind immer noch zu viel!

Der heutige Tag soll alle, insbesondere Männer mahnen, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten, um eigenes Leid und Leid betroffener Personen zu vermeiden!

Donnerstag, 17. Juni +++ Lassen Sie das Auto heute stehen!

Mobil ohne Auto

Mobil ohne Auto

Mitarbeiter des Kirchlichen Forschungsheimes in Wittenberg und der ostdeutschen kirchlichen Umweltbildungsstelle riefen im Jahr 1981 die Aktion "Mobil ohne Auto" ins Leben.

Engagierte Bürger, Umwelt-, Heimat- und Sportverbände sowie Teile der öffentlichen Verwaltung unterstützen seitdem den jährlichen Aktionstag.

Veranstaltungen für Fußgänger und Fahrradfahrer, sowie Demonstrationen und Straßenfeste sowie Bahn- und Straßenbahn-Sonderfahrten sind Teil des Aktionstages und tragen zur Beliebtheit in der Bevölkerung bei. Um die Aktivitäten an diesem Tag zu unterstützen, werden zum Teil sogar Landes- und Bundesstraßen für Autos gesperrt. Günstige Tagestickets oder kostenlose Fahrten mit Bus und Bahn motivieren die Bürger in vielen Regionen bundesweit zum Verzicht auf das Auto.

Die Chancen stehen gut für eine fahrrad- und klimafreundliche Verkehrsentwicklung.
Viele Männer sieht man zur Arbeit radeln, am Wochenende nehmen Familienausflüge auf dem Fahrrad zu.

Laut Studien gab es Ende 2020 in Deutschland 79 Millionen Fahrräder, somit hat fast jeder Mensch in Deutschland ein Fahrrad.

Die Zahl der PKWs betrug dagegen etwa 56 Millionen.

Zudem ist regelmäßiges Radfahren nicht nur klimafreundlich, sondern stärkt auch die eigene Gesundheit. Der Blutkreislauf wird angeregt und das Herz mit der Zeit leistungsfähiger. Radfahren ermöglicht außerdem eine gelenkschonende Bewegung und eine gute Durchblutung und Versorgung der Gelenke und Muskeln.

Weitere Informationen zum Thema ,,Bewegung“ finden Sie in unserer Wissensreihe Nr. 13.

Unser Aufruf an die Männer:

Machen Sie bei der Aktion Fahrrad-Sternfahrt am 17. Juni oder am Sonntag, dem 20. Juni 2021 mit!

Freitag, 18. Juni +++ Kein Grund zur Panik!

Panik-Tag

(Anti)-Panik-Tag

Der Internationale Panik-Tag wendet sich an Menschen, die an Panikattacken leiden und mit Angststörungen zu kämpfen haben.

Der Internationale Panik-Tag ist trotz seines Namens jedoch kein Grund, in Panik zu geraten. Ganz im Gegenteil:

Er bietet eine gute Gelegenheit, um sich mit dem eigenen Stress im Alltag auseinanderzusetzen und über Möglichkeiten nachzudenken, wie dieser abgebaut werden kann.

Sinn des Aktionstages ist es, Normalität und Entspannung anzustreben, um Panikzustände zu vermeiden.

Millionen von Menschen auf der ganzen Welt leiden an Panikattacken und sind dadurch in ihrem täglichen Leben eingeschränkt.

Leider tun Männer solche Attacken häufig als Nervosität ab und ignorieren die Symptome. Viele Männer unterdrücken die psychischen Beschwerden, dabei ist es belegt, dass etwa 10 % der Männer in ihrem Leben Angstzustände hatten oder haben.

Der Panik-Tag soll anregen, bei bestehendem Verdacht auf Panikzustände Hilfsangebote des Gesundheitswesens in Anspruch zu nehmen.

Richtig erkannt können Panikattacken und Angststörungen in den meisten Fällen erfolgreich behandelt werden.

Panikattacken dürfen weder ein Tabu-Thema sein noch zur Stigmatisierung der Betroffenen führen!

Die Stiftung Männergesundheit empfiehlt:

Nehmen Sie sich einen Tag frei, machen Sie etwas Entspannendes – lesen Sie zum Beispiel ein Buch oder seien Sie sportlich aktiv. Und vor allem: Sprechen Sie mit einer vertrauten Person oder einem/einer Arzt/Ärztin darüber, wenn Sie unter Angstzuständen leiden!

Weitere Informationen finden Sie in den Kurzratgebern unserer Wissensreihe, z.B. in den Heften Nr. 8 „Burnout“ oder Nr. 25 “Work-Life Balance“.

Samstag, 19. Juni +++ Schau nicht weg!

GegenGewalt

Internationaler Tag für die Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten

Im Jahr 2015 erklärte die Vollversammlung der Vereinten Nationen den 19. Juni als International Day for the Elimination of Sexual Violence in Conflict.

Ursprünglich geht es um sexuelle Gewalt im Rahmen militärischer Konflikte als Mittel der Kriegsführung. Der UN-Generalsekretär appelliert an alle Menschen, sexuelle Übergriffe zu verurteilen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Sexuelle Gewalt in Konflikten ist ein brutales Verbrechen, das hauptsächlich gegen Frauen und Mädchen, aber auch gegen Männer und Jungen verübt wird.

In Deutschland leben viele Migrantinnen und Migranten, die von sexuellen Übergriffen betroffen sind. Sexuelle Gewalt, überwiegend im Rahmen häuslicher Gewalt, gehört zur Realität vieler Frauen und Kinder. Sie ist ein aktuelles Thema des Kinder- und Frauenschutzes und es gilt, die Gewalt konsequent einzudämmen.

Aber nicht nur Frauen, auch Männer werden weltweit Opfer sexueller Gewalt.

Über Männer als Opfer verschiedenster Gewaltarten liegen bislang wenig Kenntnisse vor. Gewalt gegen Männer tritt in verschiedenen Facetten auf.

Oft werden vorhandene Hilfsangebote nicht in Anspruch genommen, da sowohl die betroffenen Männer selbst, als auch ihr Umfeld, die ihnen widerfahrene Gewalt nicht als solche wahrnehmen.

Gewalterfahrungen, die nicht bearbeitet werden, können zu schwerwiegenden Problemen im Alltag führen.

Maßnahmen zum Abbau von Gewalt gegen Männer und Frauen sind ein wichtiger Teil der gesellschaftlichen Aufgabe. Der Welttag ist ein guter Anlass, jegliche Form sexueller Gewalt, auch in häuslichen Konflikten und unter aktuellen Corona-Bedingungen zu vermeiden.

Dazu appellieren wir an die Männer:

1. Vermeiden Sie Übergriffe, indem Sie ein Notrufsystem in Ihrem Umfeld oder eine Fachkonsultation beim Hausarzt, beim Psychologen oder Psychiater in Anspruch nehmen.

2. Sollten Sie Opfer sexueller Gewalt geworden sein, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt, einen Psychologen, die Polizeidienststelle in Ihrer Nähe oder nutzen Sie die Angebote einer anonymen Seelsorge-Hotline.

Sonntag, 20. Juni +++ Probier's mal mit Gemütlichkeit!

Tag der Produktivität

Internationaler Tag der Produktivität / Familientag – Verbannen von Burnout

Der Tag der Produktivität soll bei der Optimierung des eigenen Zeitmanagements helfen und auf die Vorteile einer effektiven und konzentrierten Arbeitsweise hinweisen.

Produktivität ist nie ein Zufall. Sie ist immer das Ergebnis einer Verpflichtung zu Spitzenleistungen, intelligenter Planung und konzentriertem Einsatz.

Für Unternehmer bedeutet der Aktionstag, die eigenen Produktionsprozesse im Hinblick auf die Effektivität zu untersuchen, um diese zu straffen.

Eigentlich hat niemand etwas dagegen, wenn Sie viel Leistung bringen – egal ob als Chef oder als Beschäftigter.

Aber der Tag ist auch Anlass, Beschäftigte vor dem Raubbau an sich selbst zu warnen.

Und deshalb gilt: Um produktiv zu sein, sollte man auch einfach mal nichts tun.

Besonders Männer definieren sich oft über Ihre Arbeit, doch dies birgt auch Risiken:

Der Anspruch, 24 Stunden am Tag produktiv sein zu müssen, endet bei vielen Männern im Burnout. Auch die ständige Erreichbarkeit bei zunehmendem Home Office birgt die Gefahr einer Überarbeitung.  

Es ist wichtig, dass Sie als Ausgleich zu Ihrer Arbeit auch mal einen Familiensonntag jenseits hoher Produktivität und drohenden Burnouts genießen.

Tun Sie sich etwas Gutes! Genießen Sie einen freien Tag mit der Familie oder Freunden und unternehmen Sie Dinge, die Sie entspannen und bei denen Sie nicht an die Arbeit denken.

Unser Hinweis an alle Männer:

Heute ist Tag der Produktivität, der Sie daran erinnern soll, Ihre Gesundheit im Blick zu haben.

Besonders die rechtzeitige Vorsorge und die realistische Einschätzung Ihrer gesundheitlichen Verfassung und Risiken spielt eine große Rolle.

Ein Anstieg der Produktivität und Raubbau an der Gesundheit passen nicht zusammen!