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Adipositas lässt sich behandeln

60,5 Prozent der Männer sind übergewichtig und immerhin 19,1 Prozent leiden unter Adipositas, also Fettleibigkeit (zur Definition siehe den Kasten ganz unten). Männer sind damit von Übergewicht deutlich stärker betroffen als Frauen, von Adipositas ähnlich stark. Zusätzlich hat das Übergewicht bei ihnen oft fatalere Folgen, weil sich das Fettgewebe eher im Bauchraum ansammelt.

Grund genug für die Stiftung Männergesundheit, unsere Wissensreihe um eine Broschüre zum Thema Behandlungsmöglichkeiten bei Adipositas zu erweitern. Damit ergänzen wir das Angebot zum Themenkomplex Übergewicht um einen weiteren Baustein.

Adipositas ist mittlerweile von der Weltgesundheitsorganisation als eigene Krankheit anerkannt. Denn sie erhöht die Gefahr für zahlreiche weitere Krankheiten wie Bluthochdruck und Diabetes mellitus. Doch Übergewicht ist kein Schicksal. Welche Behandlungsmöglichkeiten gewählt werden, hängt auch vom Grad des Übergewichts ab. Diese stellen wir in unserem Ratgeber vor.

Grundsätzlich drei Optionen

Wer übergewichtig ist, hat drei Optionen, dem zu begegnen:

  1. Lebensstil ändern, etwa durch mehr Bewegung und eine ausgewogenere Ernährung.
  2. Operationen.
  3. Medikamente.

Natürlich schließen sich die drei Möglichkeiten nicht aus. Mehr Bewegung und eine verbesserte Ernährung sind in jedem Fall sinnvoll und sollten immer ein Baustein sein. Am einfachsten geht das, wenn Sie sich konkrete und einfache Ziele setzen (das raten wir insgesamt, um Ihren Lebensstil gesünder zu machen und Ihre Lebenserwartung zu erhöhen).

Operationen oder Medikamente wie die „Abnehmspritze“ sind vor allem bei starkem Übergewicht („Adipositas“) eine Option. Dieser Schritt muss mit einem Arzt geklärt werden. Dagegen ist die Wirkung von frei verkäuflichen Abnehmhilfen in den meisten Fällen nicht belegt, einige können sogar gefährlich sein.

Das behandelt unser Ratgeber:

Unser Ratgeber zur Behandlung von Adipositas geht tiefer auf die verschiedenen Möglichkeiten ein. Er beschreibt außerdem, warum Abnehmen oft so schwer ist und was für und gegen die einzelnen Optionen spricht, und erklärt die Unterschiede zwischen der „Abnehmspritze“ und Tabletten.

Laden Sie den ganzen Ratgeber hier herunter oder bestellen Sie ihn hier.

Lesen Sie außerdem auch unsere weiteren Ratgeber zum Themenkreis Übergewicht, Bewegung und Ernährung:


Adipositas und BMI

Übergewicht wird auf Basis des Body-Mass-Index (BMI) bestimmt. Er wird berechnet, indem das Gewicht durch das Quadrat der Körpergröße in Metern geteilt wird. Ein Mann mit der Größe von 1,87 Metern und einem Gewicht von 95 Kilogramm müsste also folgendermaßen rechnen:

95 : (1,87*1,87) = 27,2

Mit dem Wert von 27,2 wäre er leicht übergewichtig, aber nicht adipös.

Bei einem Wert von 18,5 bis 24,9 kg/m² spricht man von Normalgewicht, aber ab 25,0 von Übergewicht. Adipositas beginnt bei einem BMI von 30,0. Adipositas vom Grad I reicht von einem Wert von 30,0 bis 34,9, von 35,0 bis 39,9 wird von Adipositas vom Grad II gesprochen. Ab 40,0 ist Grad III erreicht.

Der BMI ist umstritten, weil er nicht zwischen Muskel- und Fettmasse unterscheidet und nicht berücksichtigt, ob das Fett als Bauchfett oder in anderen Körperregionen abgelagert wird. Er ist aber eine sehr einfache und brauchbare Näherung an die Thematik.

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