Acht Tipps für ein längeres Leben
Keinen oder maßvoll Alkohl trinken
Neben Tabak ist Alkohol für zahlreiche vorzeitige Todesfälle verantwortlich. Die Vorstellung, dass der Konsum bis zu einem bestimmten Level kein oder kaum ein Risiko birgt, wurde mittlerweile aufgegeben. Allerdings sollte man das nicht so verstehen, dass es keinen Unterschied macht, wie viel Alkohol konsumiert wird. Vielmehr steigt das Risiko mit jedem Glas. Wer nicht ganz aufhören will, sollte deshalb in jedem Fall einen risikoreichen Konsum vermeiden.
Eine große Metastudie wertete insgesamt 854 Studien zum Thema Krebs und Alkohol aus, an denen mehrere Millionen Menschen teilgenommen hatten. Die Ergebnisse zeigen, dass schon bei mäßigem Konsum das Risiko für Speiseröhren-, Prostata- und Darmkrebs ansteigt. Als mäßig gilt hier eine Alkoholmenge von maximal 86,8 Gramm pro Woche. Das entspricht etwa zwei Litern Bier oder einem Liter Wein.
Beim Speiseröhrenkrebs steigert schon dieser Konsum das Krebsrisiko um 39 Prozent. Wer dagegen mehr als 350,0 Gramm pro Woche konsumiert (etwas mehr als 8 1/2 Liter Bier), der steigert sein Risiko sogar auf mehr als das Vierfache. Die Daten deuten darauf hin, dass das Risiko linear ansteigt. Je weniger, desto besser also.
Trinken Sie also weniger oder gar keinen Alkohol. Mindestziel sollte es sein, riskanten Alkoholkonsum zu vermeiden. Davon spricht die Deutsche Gesellschaft für Ernährung ab einem Konsum von mehr als zwei Litern Bier. Noch weniger ist noch besser, zumal es immer mehr Angebote an gutem alkoholfreiem Bier gibt.
Wer meint, auf die tägliche Dosis Alkohol nicht verzichten zu können, sollte sich selbstkritisch hinterfragen. Oft ist Substanzmissbrauch eine Folge von psychischen Problemen. Statt zum Glas zu greifen, sollte man das untersuchen lassen.
Fragen und Antworten rund um den Alkohol
Einige wichtige Fragen rund um das Thema haben wir hier zusammengestellt. Sie können die Antworten öffnen, indem Sie auf das + am Ende der Zeile klicken.
Stress im Job oder zu Hause kennt jeder Mann. Nach einem harten Tag kann ein Bier oder ein anderes alkoholisches Getränk verlockend wirken. Doch der gewünschte Effekt ist oft nur von kurzer Dauer. Die Anspannung kommt zurück, oft gekoppelt mit dem Drang, noch einen zu nehmen. So entsteht ein Teufelskreis: mehr Alkohol, mehr Stress – und das Risiko einer Abhängigkeit steigt.
Außerdem senkt Alkohol die Schlafqualität und schwächt damit ein wichtiges Mittel gegen Stress ab.
Besser: Bewegung! Schon 20 Minuten schnelles Gehen, Joggen oder Radfahren reichen, um den Kopf freizubekommen. Die Spannung lässt nach, man wird gesund müde, schläft besser – und stärkt damit Herz und Wohlbefinden. Wer regelmäßig aktiv bleibt, bleibt mental und körperlich stärker, ohne auf Alkohol angewiesen zu sein.
Wer zu viel Alkohol trinkt, ist oft auch übergewichtig. Denn Alkohol enthält viele Kalorien. Ein Liter Bier enthält in etwa so viele Kalorien wie die gleiche Menge Fett. Tückisch ist vor allem die Kombination aus Fetten und Alkohol. Weil die Kalorien aus dem Alkohol zuerst verbraucht werden, wandert das Fett dann direkt in die Speicher, bei Männern hauptsächlich ins Bauchfett.2
Nein, die Forschung geht mittlerweile überwiegend davon aus, dass es keinen risikofreien Alkoholkonsum gibt. Jedes Glas ist gesundheitsschädlich.
Trotzdem spielt es eine große Rolle, wie viel Alkohol Sie trinken. Je mehr Alkohol Sie zu sich nehmen, umso größer auch die Risiken. Bei hohem Alkoholkonsum kommen zudem zu einer erhöhten Krebsgefahr weitere Risiken hinzu. Wenn Sie nicht ganz aufhören wollen, achten Sie auf einen maßvollen Konsum.
Weitere Informationen der Stiftung Männergesundheit zum Thema
Unsere Informationen zum Thema psychische Gesundheit.
Quellen
Jun S, Park H, Kim UJ, Choi EJ, Lee HA, Park B, Lee SY, Jee SH, Park H.: Cancer risk based on alcohol consumption levels: a comprehensive systematic review and meta-analysis. Epidemiol Health. 2023;45:e2023092. doi: 10.4178/epih.e2023092. Epub 2023 Oct 16. PMID: 37905315; PMCID: PMC10867516.






