Glossar

Begriffe aus den Heften unserer Wissensreihe zu Themen der Männergesundheit finden Sie auf dieser Seite erklärt.

Das Glossar befindet sich im Aufbau und wird stetig erweitert.

Anamnese

Die Anamnese oder Vorgeschichte ist die professionelle Erfragung von potenziell medizinisch relevanten Informationen durch Fachpersonal (z. B. einen Arzt). Dabei antwortet entweder der Patient selbst (Eigenanamnese) oder eine dritte Person (Fremdanamnese). Ziel ist dabei meist die Erfassung der Krankengeschichte eines Patienten im Rahmen einer aktuellen Erkrankung.

Die Anamnese ist die wesentliche Grundlage für das Stellen einer Diagnose und ist in allen medizinischen Disziplinen von hoher Bedeutung. Sie kann Fragen beinhalten z. B. nach Vorerkrankungen und Allergien, familiären Erkrankungen, Beruf, Medikamenteneinnahmen, Risikofaktoren, Sexualverhalten, Reiseverhalten und subjektiven Beschwerden.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anamnese

BRCA

Die Abkürzung BRCA steht für den englischen Begriff BReast CAncer, zu Deutsch Brustkrebs. Denn die Rolle dieser Gene wurde erstmals im Zusammenhang mit der Erforschung von Brustkrebs näher untersucht. Die BRCA-Gene codieren Eiweiße (Proteine), die dabei helfen, in der Zelle bestimmte DNA-Schäden – sogenannte Doppelstrangbrüche – zu reparieren. Eine Mutation der BRCA-Gene kann dazu führen, dass dieser Reparaturmechanismus gestört ist. Man spricht dann von einer homologen Rekombinationsdefizienz (HRD). Diese kann die Entstehung eines Tumors begünstigen.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Chromosom

Ein langer, eng aufgewickelter DNA-Faden, der als Doppelstrang im Zellkern vorliegt und die Erbinformationen beinhaltet. Jedes Chromosom enthält zwischen 86 (Y-Chromosom) und mehreren Tausend Genen. Bis auf wenige Ausnahmen verfügt jede menschliche Zelle über 23 Chromosomenpaare – ein Chromosom stammt dabei jeweils von der Mutter, eines vom Vater.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

diagnostischen Testung

Eine diagnostische genetische Testung kann verschiedenen Zwecken dienen. Ein häufiges Ziel in der Krebstherapie ist die Abklärung, ob genetische Eigenschaften vorliegen, die die Wirkung eines Arzneimittels beeinflussen können. In Abhängigkeit von eventuell vorliegenden Veränderungen im Erbgut kann eine zielgerichtete Therapie eingeleitet werden. Eine diagnostische Testung von Blut oder Tumorgewebe dient in diesen Fällen also der Therapieplanung.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

DNA

Die Abkürzung DNA steht für den englischen Begriff „Deoxyribonucleic Acid“, zu Deutsch Desoxyribonukleinsäure (DNS). Das Molekül ist der Träger unserer Erbinformation und als Doppelstrang aus zwei sich ergänzenden DNA-Einzelsträngen aufgebaut. Diese winden sich spiralförmig umeinander (Doppelhelix) und sind durch Querverbindungen in Form von Basenpaaren miteinander verbunden. Auf diese Weise ähnelt die Form der DNA einer in sich verdrehten Strickleiter mit unzähligen Stufen.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

DNA-Einzelstrangbruch

Ein Einzelstrangbruch ist ein DNA-Schaden, bei dem nur einer der beiden Stränge der DNA-Doppelhelix gebrochen ist.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Doppelstrangbuch

Ein Doppelstrangbruch ist ein DNA-Schaden, bei dem beide DNA-Einzelstränge der DNA-Doppelhelix durchbrochen sind. Ein Doppelstrangbruch kann durch unterschiedliche Einflüsse verursacht werden, beispielsweise durch Strahlung oder chemische Substanzen. Doppelstrangbrüche gelten als die schwerwiegendsten Schäden der DNA. Zu ihrer Reparatur stehen der Zelle mehrere Mechanismen zur Verfügung. Der wichtigste ist die homologe Rekombinationsreparatur (HRR).

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Gen

Der Begriff stammt aus dem Griechischen (von „génesis“ = „Ursprung“) und gilt als Grundeinheit der Erbinformation. Bei einem Gen handelt es sich um einen definierten informationstragenden Abschnitt der DNA. Er enthält den Bauplan für Moleküle, zum Beispiel ein bestimmtes Eiweiß (Protein). Jedes Chromosom beinhaltet zwischen 86 (Y-Chromosom) und mehreren Tausend Genen. Die Summe aller Gene eines Lebewesens wird als Genom bezeichnet – beim Menschen umfasst es rund 20.000 bis 25.000 Gene.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Gendiagnostikgesetz

Das Gendiagnostikgesetz regelt in Deutschland unter anderem die Rahmenbedingungen, unter denen genetische Untersuchungen und Analysen durchgeführt werden dürfen – beispielsweise wenn es darum geht, genetische Eigenschaften eines Menschen festzustellen oder bereits bestehende Erkrankungen abzuklären. Eine weitere Aufgabe des Gesetzes ist es, eine Benachteiligung von Personen aufgrund genetischer Eigenschaften, beispielsweise im Arbeitsleben, zu verhindern. Ebenso gehört die genetische Beratung zu den zentralen Elementen des Gesetzes.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Genveränderung

Eine Veränderung des Erbmaterials, die ein einzelnes Gen betrifft. Nicht alle Mutationen sind für den Träger beziehungsweise die Trägerin von Nachteil. Einige Mutationen jedoch gehen für Betroffene mit einer höheren Wahrscheinlichkeit einher, eine bestimmte Krankheit zu entwickeln. Dazu gehören beispielsweise Mutationen in den BRCA-Genen, die ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen mit sich bringen. Genmutationen können durch die Eltern vererbt werden oder im Laufe des Lebens spontan auftreten.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Hoden

Der Hoden oder der Testikel, ist ein paarig angelegtes, inneres männliches Geschlechtsorgan. Der Hoden gehört zu den Keimdrüsen und produziert die Samenfäden (Spermien). Zudem werden im Hoden männliche Geschlechtshormone (Androgene), vor allem  Testosteron, gebildet.

Quelle: Hoden – Wikipedia

 

Hodensack

Der Hodensack zählt zu den männlichen  Geschlechtsorganen. Er enthält die Hoden, Nebenhoden, den Anfang des Samenleiters und das Ende des Samenstrangs. Er befindet sich zwischen den Beinen, dem Penis und dem Damm.  Seine Funktion ist noch nicht abschließend geklärt, wahrscheinlich dienen der Hodenabstieg und die Verlagerung der Hoden in den Hodensack dem Schutz der Spermien vor zu hohen Temperaturen in der Körperhöhle.

Quelle: Hodensack – Wikipedia

 

Homologe Rekombinationsdefizienz (HRD)

Ist die Reparatur von Doppelstrangbrüchen mittels homologer Rekombinationsreparatur (HRR) nicht möglich, spricht man von einer homologen Rekombinationsdefizienz, kurz HRD. Die DNA-Schäden können dann nur noch fehlerhaft behoben werden, wodurch die Krebsentstehung begünstigt wird. Eine HRD kann mehrere Ursachen haben. Sie kann unter anderem verursacht werden durch Mutationen in Genen, die für Eiweiße codieren, die an der homologen Rekombinationsreparatur (HRR) beteiligt sind – zu diesen zählen beispielsweise auch die BRCA-Gene.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Homologe Rekombinationsreparatur (HRR)

Als HRR bezeichnet man einen DNA-Reparaturmechanismus, der Zellen zur Reparatur von Doppelstrangbrüchen zur Verfügung steht. Zwar können Zellen zu diesem Zweck mehrere Mechanismen nutzen, doch die homologe Rekombination ist die wichtigste Form der Reparatur. Ist die HRR gestört, werden die Schäden der DNA eventuell nur noch fehlerhaft behoben. Die Krebsentstehung wird dadurch begünstigt.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Keimbahnmutation

Eine Keimbahnmutation ist eine Mutation, die in allen Körperzellen auftritt und die durch die Keimzellen (Eizellen und Samenzellen) an die nächste Generation vererbt werden kann. Keimbahnmutationen können sowohl im Blut als auch im Tumorgewebe nachgewiesen werden.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Metastase

Zellen von bösartigen Tumoren können über die Blut- oder Lymphgefäße in andere Körperregionen und Organe gelangen (streuen). Daraus entstandene Tochtergeschwüre werden als Metastasen bezeichnet.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Nebenhoden

Unter dem Nebenhoden versteht man ein dem Hoden aufliegendes Geschlechtsorgan, das hauptsächlich aus dem auf engstem Raum stark gewundenen, insgesamt 4 bis 6 m langen Nebenhodengang besteht. Jeder Nebenhoden steht mit dem zugehörigen Hoden  in Verbindung, dient der Reifung und Lagerung der vom Hoden produzierten Samenzellen und geht in den Samenleiter über.

Quelle: Nebenhoden – Wikipedia

 

Prädiktive Testung

Eine prädiktive genetische Testung dient gesunden Ratsuchenden. Hierfür werden sie auf bestimmte Veränderungen im Erbgut untersucht. Das Ergebnis der prädiktiven Testung kann darüber Auskunft geben, wie hoch das statistische Risiko ist, bestimmte Krebsarten zu bekommen – und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, bestimmte Genmutationen zu vererben.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Primärtumor

Als Primärtumor wird ein Ursprungstumor bezeichnet, der im weiteren Verlauf Tochtergeschwüre (Metastasen) bilden kann.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Samenleiter

Der Samenleiter verbindet beidseits den Nebenhoden mit der Harnröhre und dient der Weiterleitung der Spermien.  Er durchzieht als Teil des Samenstrangs, vom Nebenhoden kommend, zunächst den Leistenkanal, läuft dann an der Harnblase entlang, nimmt den Ausführungsgang der Bläschendrüse auf und mündet dann im Bereich des Samenhügels in die Harnröhre.

Quelle: Samenleiter – Wikipedia

 

Somatische Mutation

Eine somatische Mutation ist eine Genveränderung, die im Laufe des Lebens erworben wird und die zur Entstehung eines Tumors beitragen kann. Diese Art der Genveränderung tritt nur in einzelnen Körperzellen auf und wird bei der Zellteilung an die Tochterzellen weitergegeben. Eine somatische Mutation wird aber nicht an die Nachkommen vererbt. Sie kann anhand von Tumorproben nachgewiesen werden.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Somatische Mutation

Eine somatische Mutation ist eine Genveränderung, die im Laufe des Lebens erworben wird und die zur Entstehung eines Tumors beitragen kann. Diese Art der Genveränderung tritt nur in einzelnen Körperzellen auf und wird bei der Zellteilung an die Tochterzellen weitergegeben. Eine somatische Mutation wird aber nicht an die Nachkommen vererbt. Sie kann anhand von Tumorproben nachgewiesen werden.

Quelle: Gentests: Fachbegriffe leicht und verständlich erklärt (gen-wissheit.de)

 

Testikel

Siehe ,,Hoden".